High Potentials Studie 2007
Sprachloses Ringen um Kandidaten.

Der Bedarf an qualifizierten Absolventen in Unternehmen ist so hoch wie nie. Noch immer sind Elektrotechniker, Maschinenbauer und Verfahrenstechniker am schwersten zu finden.

Fehlende Karriereperspektiven und ein nicht vorhandenes oder mangelndes Unternehmensimage werden als größte Schwierigkeiten bei der Rekrutierung benannt. Deshalb müssen Unternehmen neue Wege gehen, um High Potentials für sich zu begeistern.

48 Prozent der befragten Unternehmen bieten aus diesem Grund eine hohe Anzahl interner Weiterbildungsmaßnamen an, circa 34 Prozent locken Spitzentalente mit persönlichen

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Coaching-Angeboten und rund 30 Prozent werben mit Sprachtrainings. Jedoch verfügen bislang nur 23 Prozent der Befragten über eine kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, um in der Zielgruppe Absolventen präsent zu werden.

Dies sind Ergebnisse der Studie „High Potentials 2007“, zum achten Mal durchgeführt von der Managementberatung Kienbaum. Im Rahmen der Studie hat Kienbaum etwa 900 Unternehmen befragt, von denen 126 an der Untersuchung teilgenommen haben.

Weitere Untersuchungsergebnisse beinhalten:

  • Instrumente der Rekrutierung: 80 Prozent der Unternehmen wählen Imageanzeigen auf der eigenen Homepage als Instrument der Rekrutierung. 72 Prozent setzen auf Stellenanzeigen in Jobbörsen sowie die Vergabe von Praktika. Auch wenn bislang nur 23 Prozent kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit betreiben, scheinen die Unternehmen zu erkennen, dass Transparenz und glaubwürdige Kommunikation wichtiger werden: Die Erhöhung der Budgets für die Öffentlichkeitsarbeit steht laut Studie nach einem Ausbau der Internetpräsenz an zweiter Stelle der dringenden Zukunftsaufgaben.
  • Präferenz Masterstudiengänge: Erstmals gibt es Branchen (Produzierendes Gewerbe, Chemie/Pharma), die Absolventen einer Fachhochschule denen einer Universität vorziehen. Der Masterstudiengang wird im Vergleich zum Bachelor und zur Promotion branchenübergreifend bevorzugt eingestellt.
  • Hohe Erwartungen: Als erste Auswahlkriterien bei der Rekrutierung gelten Praktika gefolgt von Sprachkenntnissen und gezielt gewählten Studienschwerpunkten sowie persönlichen Eigenschaften der Kandidaten wie Eigenmotivation, Lernbereitschaft, analytische Fähigkeiten und Teamfähigkeit. Als Gründe für das Scheitern von High Potentials gelten eine zu hohe Anspruchshaltung, Selbstüberschätzung sowie mangelnde Fähigkeit zur Selbstkritik. Kaum Zweifel haben die Unternehmen jedoch  an den Fachkenntnissen der High Potentials sowie ihrer akademischen Ausbildung und internationalen Erfahrung.

Starke Fluktuation durch Wettbewerber: Gründe, warum High Potentials ein Unternehmen wieder verlassen, sind vornehmlich die Abwerbung durch andere Unternehmen, private Angelegenheiten und fehlende Karriereperspektiven.

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